Nachdem endlich beide Lenkstangen von der Radaufhängung und dem Lenkgetriebe getrennt sind, müssen die Lenkstangen noch in ihre Einzelteile zerlegt werden.
Um später die Spur zumindest halbwegs „gerade“ einzustellen, werden die jeweiligen Längen der beiden Lenkstangen mit einem Präzisionsmessmittel ermittelt und dokumentiert.

Da die Gewinde zum Einstellen der Spur deutlich verrostet sind, geistern schnell wirre Bilder durch den Kopf. Mit viel Sprühöl werden die Gewinde, so diese überhaupt sichtbar sind, eingenebelt. Dank eines Schraubendrehers, eines verstellbaren Maulschlüssels („Engländer“) und viel Geduld werden die Einzelteile aus dem Verbindungselement geschraubt. Der äußere Teil ist ein Linksgewinde, der innere ein Rechtsgewinde. Da kommt man schnell bei drehen durcheinander, was denn gerade die richtige Drehrichtung ist.

Aber irgendwann ist es soweit, die drei Teile liegen auf der Werkbank. Bei der anderen Spurstange geht es deutlich leichter.
Die Gewinde sehen nicht richtig gut aus, d.h. verrostet und die Muffe hat es wohl hinter sich. Damit hatten wir gerechnet, es wird eine deutlich bessere Konstruktion als Muffe eingesetzt (liegt schon bereit).
Als nächstes dann wieder das geliebte Spiel: Abschleifen der Oberfläche mittels Schrubwerkzeugs und reinigen der Gewinde mit einer Drahtbürste. Staubig, sehr staubig, das Ergebnis aber kann sich sehen lassen:

Darf ich vorstellen (von links nach rechts): Lenkstange (am Lenkgetriebe befestigt), Einstellmuffe (Spureinstellung) neue Konstruktion, Lenkstange außen, Lenkhebel (an der Radaufhängung befestigt).
Zusammengesetzt sieht es wie folgt aus:

Schnell wieder alles zerlegt, denn die Teile bekommen wieder Farbe. Zuvor aber kommt der Rostumwandler drauf.


Nun trocknen die Teile und können demnächst ihren Farbanstrich bekommen.
