Es geht richtig voran, es wird die vordere Bremsanlage am Getriebe montiert. Nur wo ist vorne und hinten und warum sind die Beschriftungen für links und rechts nicht mehr vorhanden? Als erstes das Getriebe vernünftig aufstellen, ist gar nicht so einfach.
Nach dem entfernen der Bremstrommel wurde die Bremsplatte mit viel Bremsenreiniger gereinigt. Dann mit einem sauberen Lappen in allen Ecken nachgewischt, um dann nochmals alles mit viel Reiniger zu fluten.
Am Abend davor konnte die Bremstrommel nicht komplett abgezogen werden. Die abendliche Fortbildung via Internet-Videos brachte eigentlich keine wirklich guten Lösungen zu Tage. Die meisten Tipps heißen die Trommel samt Rad herauszutreiben. Das etwas desolate Ersatzrad also nochmals montiert und mit dem Hammer traktiert. Ein bisschen hat es sich bewegt, stockte aber gleich wieder.
Irgendwann muss man auch an die Teile, die einem so gar nicht liegen. Im Vorfeld wurden Informationen eingeholt, um zu sehen, wie die Trommeln von der Hinterachse demontiert werden müssen. Dank eines hilfsbereiten Bekannten sind wir in den Leihbesitz einer sehr großen Nuss samt Adapters gekommen. Nach dem entfernen der Deckel, unter der sich die große Schraube befindet, kommt mal wieder ein Elend zum Vorschein: Eine der Schraubenmuttern wurde heftig Gewalt angetan. Mit einem Dorn kann die Mutter bzw. der Sechskant wieder etwas in Form gebracht werden und die große Nuss erledigt dann das Öffnen „mit links“. Die Mutter jedoch ist nach der Demontage reif für die Tonne.
Heute konnte das Lenkgestänge komplettiert und montiert werden. Als erstes wurden die beiden Lenkhebel am Vorderradträger eingesetzt und verschraubt. Neue Sicherungsbleche sind obligatorisch.
Nachdem endlich beide Lenkstangen von der Radaufhängung und dem Lenkgetriebe getrennt sind, müssen die Lenkstangen noch in ihre Einzelteile zerlegt werden. Um später die Spur zumindest halbwegs „gerade“ einzustellen, werden die jeweiligen Längen der beiden Lenkstangen mit einem Präzisionsmessmittel ermittelt und dokumentiert.
Auf dem Hänger steht die Karosse ja schon fest, so geht es heute in das nördliche Baden-Würtemberg. Raus aus Stuttgart, ab auf die Autobahn und dann die letzten Meter über die Landstraße – wobei die Straßen dort recht eng sind und der Hänger mit mehr als 2,4 Meter echt breit ist. Kommt ein LKW entgegen, wird es spannend. Aber das Entengehäuse ist sicherlich seit vielen Jahren das erste Mal wieder eine längere Strecke in der freien Natur gefahren, wenn auch huckepack. Vor Ort gleich mal das Blech abgeseilt und zur ersten Begutachtung auf die Seite gehoben: