Montage Rahmen (1): Hinterachse

Endlich der erste Schritt der Montage: Die Hinterachse macht den Anfang. Bevor diese jedoch montiert werden kann, müssen noch die seitlichen Schwingen angebracht werden. Doch zuerst bekommen die Gewinde der Achsen zur Befestigung am Rahmen eine Schönheitskur: Diese werden in zwei Schritten nachgeschnitten.

Die Hinterachse wird am Rahmen auf ihren erhöhten Podesten befestigt, so dass diese zur Montage der Schwingen fixiert sitzt. Vorher natürlich darauf geachtet, dass die Bohrungen für die Bremsleitungen, die in der Mitte der Achse liegen, nach vorne schauen – sonst ist die Achse falsch montiert.

Als nächstes wird die rechte Schwinge, auch diese ist zu identifizieren oder wurde markiert (die Aufnahme der Federtöpfe und der Stoßdämpfer zeigen nach unten), an der Achse aufstecken. Die Hinterradbremse liegt auf einer Europalette, ein Wagenheber hält die Schwinge auf richtiger Höhe.

Noch das Schrägkegellager einführen und mit der Kronenmutter das Lager festziehen – so die Theorie. Aber die Kronenmutter bekommt das Gewinde der Achse nicht zu fassen. Einmal an der Schwinge gewackelt, sie sitzt nicht korrekt. Der Versuch das Schräglager auf der anderen Achsenseite versuchsweise aufzuschieben, scheitert. Im Hinterkopf war doch die Sache mit dem Warmmachen des Lagers, um es auf die Achse zu schieben. Geht hier aber nicht, also wird mit Hilfe der alten Lagerschalen und eine gewagten, aber erfolgreichen Konstruktion das Lager hineingepresst.

Warum die alten Lagerschalen davor liegen? Weil das Bild ein Fake ist, natürlich wurde vergessen ein Bild von der Aktion zu machen, d.h. am Schluss alles nochmal nachstellen. Aber schlussendlich kann die Kronenmutter eingeschraubt und das Lager richtig eingestellt werden.

Und wie heißt es immer so schön in diesen unsäglichen Anleitungen: Die Gegenseite nach gleichem Verfahren anbringen. Die Routine bringt es.
Da es so schön läuft, sollen noch die Bremsleitungen für die hinteren Schwingen angebracht werden. Schnell mal geschaut, welches für welche Seite ist.

Die Knickwinkel und Führungen der Leitung lassen aber keinen Zweifel zu, Markierungen wäre ja was für ungeübte Schrauber.
Es wurde ja schon befürchtet, aber in dieser Postion der Achse lassen sich die Leitungen nicht befestigen, da kaum Platz und vor allem „keine Sicht“ zur Ausrichtung der Leitung vorhanden ist. Müssen diese doch von außen in dem Rohr zu den richtigen Löcher positioniert werden. Es hilft nichts, die Achse wird nochmal vom Rahmen entfernt und auf die hintere Seite gelegt.
Mit mehrfach herausnehmen und nach biegen passt dann aber die rechte Bremsleitung und sitzt an ihrem Platz. Nochmals viel Schweiß, dann sitzt auch die linke Seite.

Schnell noch die Abdeckkappen mit neuen Spannbändern befestigt.

Als nächstes muss noch der Bremsleitungsverteiler an seinen Platz. Die Schutzkappen von den Leitungen entfernt – und schon verschwindet die Verschraubung der rechten Bremsleitung im Achsrohr. Wie schön, dass die Achse noch nicht wieder fest am Platz befestigt ist. Es konnte mittels hochheben der gesamten Achse die Verschraubung wieder zur Rückkehr an die korrekte Position überredet werden.
Schnell die Leitungen im Verteiler befestigt, um diesen dann am Achsrohr zu verschrauben.

Gummitüllen in die Öffnung, Achse wieder drehen und am Rahmen final mit korrektem Drehmoment befestigen. Wie war noch die Umrechnung von mkg in Nm?

Das Tagewerk ist vollbracht, die Achse sitzt an ihrem neuen Bestimmungsort, alle sind glücklich – wären da nicht so zwei Splinte, die zur Sicherung in den Kronenmuttern auf dem Tisch lägen. OK, beim nächsten mal müssen die seitlichen Kappen nochmals runter, damit Kronenmutter und Splinte zueinander finden.